Was haben sich die Behörden dabei gedacht?

Wie der Thailand-TIP heute berichtet, hat das Amt für National Parks, wildlebende Tiere und zur Erhaltung der Pflanzen (DNP) ihre großspurig angekündigte Aussage, am Freitag alle Tiger zu beschlagnahmen und aus dem fragwürdigen Tiger-Tempel zu entfernen nicht eingehalten.

Stattdessen haben sich Wildtier-Schützer des Landes damit begnügt, die Tiere zu zählen und ihre Mikrochips zu scannen. Dann war es vermutlich auch schon Zeit, um in das wohlverdiente Wochenende zu gehen.

Die Führung des DNP musste sich dagegen noch eine gute Erklärung einfallen lassen, warum man die Tiere nicht wie angekündigt mitgenommen und in andere Wildparks umgesiedelt hat. Vermutlich ist ihnen klar geworden, dass 147 Tiger nicht mal eben in ein paar Stunden umgesiedelt werden können. Dazu bedarf es vermutlich einer ausgeklügelten Logistik, zahlreiche Mitarbeiter und Helfer und auch die entsprechenden Transportmittel.

Um es kurz zu machen, gab das DNP am Samstag folgende Erklärung heraus:

  1. Alle Tiger sind offiziell beschlagnahmt und gehen in das Staatseigentum über.
  2. Die Tiger dürfen bis auf weiteres in der Obhut der Mönche bleiben.
  3. Der Tiger-Tempel hat für alle Kosten zur Unterbringung und Pflege der beschlagnahmten Wildtiere selber aufkommen.
  4. Der Tempel darf aus den Tigern keinen finanziellen Nutzen mehr ziehen. Aber sofort dürfen weder Eintrittsgelder, noch Gelder für Fotos von Touristen mit den lieben Schmuse-Tierchen kassiert werden.

Jeder Verstoß gegen dieses Abkommen hätte eine sofortige Beschlagnahme durch das Amt für National Parks, wildlebende Tiere und zur Erhaltung der Pflanzen zur Folge.

 

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