Schiffsunglück: Suche nach sechs Tauchern und einer Köchin

Vermißt werden auch ein japanischer Tourist und die thailändische Köchin. Unter den 15 geretteten Touristen sollen sich acht Deutsche, ein Österreicher und zwei Schweizer befinden.

Das Boot sei auf dem Rückweg von einer viertägigen Tauchsafari gewesen. Nach Auskunft der Überlebenden geriet es am späten Abend des 8. März auf halber Strecke zwischen den Similan-Inseln und Phuket plötzlich in einen Sturm. Das Boot, die „MV Dive Asia 1” – in einigen Agenturmeldungen auch als „Choke Somboon 19“ bezeichnet, sei von der Seite von zwei, drei Wellen gepackt worden und gekentert.

Es sei alles sehr schnell gegangen, niemand wisse, was mit den Vermißten passiert sei.

Der Kapitän berichtete, daß Schiff habe sich ohne Vorwarnung auf die Seite gelegt, die Touristen und Besatzungsmitglieder seien ins Meer geschleudert worden. Niemand habe Zeit gehabt, Schwimmwesten anzulegen oder andere Vorbereitungen für den Untergang zu treffen. Der Kapitän gilt als erfahrener Mann, er arbeitet seit 20 Jahren in der Tauchindustrie.

Das 28 Meter lange Stahlschiff sei erst im November 2008 in Dienst gestellt worden, es war eines der modernsten Tauchsafari-Boote, die in Phuket eingesetzt wurden.

Das Tauchsafari-Schiff hatte nach Angaben der Küstenwache um kurz vor Mitternacht ein Notsignal ausgesendet. Dann brach der Funkkontakt ab. Fischer fanden die Überlebenden am Morgen des 9. März auf Rettungsinseln im Meer treibend, rund 22 Kilometer vor Phukets Küste.

Die Suche nach den Vermißten wird fortgesetzt, allerdings wurden offensichtlich alle Rettungsinseln, die das Schiff an Bord hatte, bereits gefunden. An der Suche ist ein Schiff der Marine beteiligt, ebenso Hubschrauber.

Die Polizei gab die Namen der Vermißten wie folgt an: Gabrielle Jetzinger aus Deutschland, Klaus Konradder und Monika Schuster aus Österreich, Sibylle Bucher und Rolf Niederberge aus der Schweiz, Yuba Hirotsuga aus Japan und Jumpa Sorntat aus Thailand.

Die Überlebenden seien nach Phuket City gebracht worden.

Die Similan-Inseln liegen in der Andamanen See rund 70 Kilometer vor der Küste und gehören zum Mu Ko Similan Nationalpark. Das Meer rund um die neun unbewohnten Inseln gilt als eines der schönsten Reviere zum Tauchen und Schnorcheln. dpa, pw, pg

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