„Rothemden“ stellen neues Ultimatum

Die Zahl der Demonstranten soll zurückgegangen sein, erst am Abend des 25. Februar fanden sich wieder Tausende zusammen, um gegen die Regierung Abhisit zu demonstrieren.

Anmerkung: Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen, die thailändische Presse spielt die Aktion herunter und schreibt dagegen an. Die „Bangkok Post“ berichtet von 10.000 Demonstranten in der Anfangsphase, ausländische Beobachter sprechen aber von 20.000 Personen.

Die Demonstrationen würden Abhisit nicht bei seiner Arbeit behindern, sagte der Premier.

Die Führer der UDD scheinen sich auf eine längerfristige Aktion einzurichten. Die Demonstranten bauten eine Bühne auf, Zelte und ließen Toilettenwagen kommen.

Armee zuversichtlich

Die Armee ist ebenso wie der Premierminister zuversichtlich, daß die Demonstrationen nicht aus dem Ruder laufen. General Kanit Sapitak, Kommandeur der für Bangkok zuständigen 1. Armee, sagte, zwar würden 10.000 Menschen demonstrieren, aber das Regierungsgebäude würde von 15.000 Sicherheitskräften geschützt, die sich auf dem Gelände befinden.

Neues Ultimatum

Am 25. Februar veröffentlichten die „Rothemden“ ein Statement und stellten der Regierung ein neues Ultimatum mit den bereits bekannten Forderungen. Innerhalb von 15 Tagen sollen die Führer der PAD wegen der Flughafenbesetzung verhaftet werden. Außenminister Kasti Piromya soll wegen seiner Verbindungen zur PAD zurücktreten. Das Parlament soll aufgelöst und Neuwahlen ausgerufen werden. Ferner soll die Verfassung von 1997 wieder eingesetzt werden.

Einige Demonstranten waren unter Führung von Ex-Minister Jakrapob Penkair zum Außenministerium marschiert, bewarfen Bildnisse des Außenministers mit Eiern und verbrannten eine Strohpuppe.

PAD kritisiert Demonstrationen

PAD-Führer Sondhi Limthongkul kritisierte unterdessen die Proteste der UDD und sagte, diese seien „unehrlich“. Die Rothemden seien nur auf der Straße, um eine bestimmte Gruppe von Leuten zu unterstützen. Die Demonstrationen könnten nicht mit denen der PAD verglichen werden. Ferner kritisierte der PAD-Führer, daß die Polizei wegen der Flughafenbesetzung ermittelt. Er schlug vor, die entsprechenden Polizeibeamten zu versetzen. bp, tn, AP

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