Phuket: Straßenblockade in Kamala

38 Dänen wollten einen Ausflug machen, ihr Bus wurde an einer Weiterfahrt gehindert, sie mußten aussteigen und zu Fuß in ihr Resort zurückkehren. Auch für andere Verkehrsteilnehmer war es schwierig, Kamala zu verlassen, sie waren in dem Ring gefangen, den die Demonstranten gebildet hatten.

Die Demonstranten nahmen sich das Recht heraus, Fahrzeuge zu durchsuchen und bestimmen, wer passieren darf und wer nicht. Wie lange die Blockade aufrecht erhalten werden sollte, war zunächst ungewißt.

Demonstranten sperrten mit einem Polizeifahrzeug die Straße und ließen die Luft aus den Reifen entweichen (Bild). Die Polizei griff nicht ein, vor Ort wurden keine Beamten gesichtet. Nicht einmal vor den Straßenblockaden wurden Verkehrsteilnehmer gewarnt, daß die Straße nicht mehr passierbar ist.

Die Demonstration hat keine politischen Hintergründe, sondern strafrechtliche. Ein Jugendlicher, der einen anderen niedergestochen haben soll, wurde auf Kaution entlassen. Das erregte den Zorn der Anwohner. Von der Polizei wird verlangt, den Verdächtigen erneut zu inhaftieren. Dieser soll laut einigen Berichten der Verwandte eines Polizisten sein.

Nachdem ein Polizeihauptmann aus Kamala abgezogen und versetzt wurde, lösten sich die Proteste auf. Den Demonstranten wurde versichert, daß keine juristischen Schritte gegen sie eingeleitet werden. pw, pg

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