Diplomatischer Eklat in Phuket

Schumacher wollte den neuen Gouverneur von Phuket an dessen Amtssitz begrüßen, doch Schumacher mußte eine halbe Stunde warten. Als er gegen 14.30 Uhr gehen wollte, wurde ihm angeboten, mit einem Vize-Gouverneur zu sprechen oder weitere 20 Minuten zu warten. Schumacher lehnte beide Möglichkeiten ab.

Er gab ein kurzes Interview, dann verließ er zusammen mit Konsul Dirk Naumann das Gebäude.

Bevor Schumacher ging, sagte er, sowohl er als auch andere europäische Botschafter versuchten herauszubekommen, weshalb die Botschaften so oft nicht darüber informiert würden, wenn deren Staatsbürger entweder verhaftet werden oder versterben.

Thailand habe ein internationales Abkommen unterzeichnet und sei daher rechtlich verpflichtet, Botschaften so schnell wie möglich zu informieren.

Dies sei ein Thema gewesen, über das er liebend gerne mit dem Gouverneur gesprochen hätte.

Das Problem bestehe nicht nur in Phuket, in Pattaya sei es noch schlimmer, sagte Schumacher der Online-Zeitung Phuketwan. Doch insbesondere in Patong würde die Polizei Botschaften über Verhaftungen und Todesfälle nicht informieren.

Auf den Untergang von Dive Asia 1 angesprochen, sagte Schumacher, dieses Thema stünde nicht auf seiner Tagesordnung. Die Risikosphäre liege allein bei den Touristen. Sie sollten acht geben und sich nicht auf Boote begeben, die möglicherweise nicht seetüchtig sind.

Der neue Gouverneur von Phuket

Am 15. März empfing Wichai Praisangob anläßlich eines informellen Empfangs zu seinem Amtsantritt ca. 300 Gäste. Lange wird er wohl nicht Gouverneur sein, denn Wichai ist 59 und wird im März 2010 in Pension gehen.

Eine erste Stellungnahme über seine Politik gab Wichai anläßlich der Feier ab. Phuket müsse eine Kampagne in bezug der Sicherheit auf dem Meer starten, Gäste auf Booten und Schiffen sollten angehalten werden, ständig Schwimmwesten zu tragen.

Tourismus sei ein wichtiger Bestandteil Phukets, Touristen müßten sich auf der Insel nicht nur wohl fühlen, auch für ihre Sicherheit müsse gesorgt werden.

Da Phuket so populär sei, gebe es viele Interessen: Geschäftsleute, Touristen, Einwohner. Man müsse Kompromisse finden, damit jeder zufrieden ist.

Wenn Phuket nicht sauber sei, würden Touristen nicht mehr wiederkommen, daher müsse das Müllproblem endlich gelöst werden.

Der neue Gouverneur will sich um den Zustand der Straßen kümmern und auch Straßen verbreitern lassen. Der Patong-Tunnel sei keine schlechte Idee. pw

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